Hunde

Hundehalter unter sich: ein Appell zur Rücksichtnahme

Eigentlich solltet ihr heute einen Artikel über das Warten beim Tierarzt bekommen.

Aus aktuellem Anlass brennt mir aber ein anderes Thema unter den Nägeln, über das ich heute schreiben möchte: Rücksicht unter Hundehaltern.

Leider gibt es immer wieder Menschen, die keine Rücksicht auf ihre Mitmenschen nehmen; das ist bei Hundehaltern so, bei Kaninchenzüchtern, bei Eltern und bei Alleinstehenden. Ich tue mich mit solchen Leuten wahnsinnig schwer, weil ich selbst mit sehr offenen Augen durch das Leben gehe, unnötige Konflikte vermeide und vorausschauend den Menschen und Situationen aus dem Weg gehe, die mir nicht gut tun.

Da trifft es mich ganz besonders, wenn meine persönlichen Grenzen – und die Grenzen meines Hundes – immer wieder von einer bestimmten anderen Person überschritten werden. Wenn ich nicht gehört werde in meinen Bitten um Rücksichtnahme.

Ich weiß, dass es anderen von euch sicher auch manchmal so geht, dieser Artikel ist für euch!

 

Was bedeutet Rücksicht?

Was meine ich überhaupt damit, dass ich mir “Rücksicht unter Hundehaltern” wünsche?

Ich meine damit natürlich nicht, dass du deine Bedürfnisse grundsätzlich den Bedürfnissen anderer unterordnen sollst. Das wäre sehr ungesund und gar nicht gut!
Ich bin auch überhaupt kein Paragraphen-Reiter: Mir ist egal, wo Leinenzwang ist, wo ein Maulkorb Pflicht ist und ob du deinen Hund bei der Steuer angemeldet hast. Ja, ich habe zu all dem eine Meinung, aber die tue ich nicht ungefragt kund und ich muss mich auch über niemanden aufregend, der seine Dinge anders regelt als ich. Punkt.

Aber: Das alles hört genau da auf, wo die Grenzen anderer Menschen anfangen. Klar, das haben wir alle schon gehört. Aber denken wir auch immer daran?

Ich habe mich selbst auch schon ertappt, wie ich Chris auf dem Bürgersteig nicht absitzen lassen oder angeleint habe, obwohl mir eine Frau entgegen kam, die schon auf die Straße ausgewichen ist. Weil ich dachte “Soll sie sich mal nicht so anstellen”. Und dann komme ich aus der Situation, denke darüber nach und schäme mich: Vielleicht hatte sie nie Kontakt mit Hunden, kann sie nicht einschätzen und hat deshalb Angst. Es hätte mich nur 2 Sekunden gekostet, meinen Hund ran zu rufen und absitzen zu lassen. Und: Es hat nichts mit MIR zu tun, dass sie einen Bogen gemacht hat. Ich muss das nicht persönlich nehmen und daraufhin aus Trotz meine Bedürfnisse über ihre stellen. Darum sollte im besten Fall niemand bitten müssen – offene Augen machen die Ängste und Grenzen anderer Menschen oft schon deutlich genug.

 

Was heißt Rücksicht konkret für uns und unsere hunde?

Rücksicht nehmen macht den anderen Hundehaltern um uns herum und uns selbst das Leben viel leichter.

Dazu gehören für mich:

  • seinen Hund nicht zu fremden, angeleinten Hunden laufen lassen
    • die Hinterlassenschaften seines Hundes wegräumen
  • mal kurz warten bis das Gegenüber seine Hunde herangerufen hat
    • auf sich aufmerksam machen und andere nicht einfach “überfallen”
  • Hunde im Hausflur von Mehrparteien-Häusern anleinen
    • Hunde auf Anfrage anleinen – ohne eine Erklärung zu brauchen
  • Hunde nicht unbeaufsichtigt draußen auf der Straße lassen
    • Hunde, die nicht hören, an der Leine lassen und üben
  • sich entschuldigen, wenn der Hund doch mal abzischt
    • Entschuldigungen annehmen
  • Hunde nicht über die Straße zu anderen Hunden laufen lassen
    • Hunde nicht zu fremden Kindern laufen lassen
  • fremde Hunde nicht einfach anlocken
    • fremde Hunde nicht füttern
  • Hundespielzeug oder Futter nicht in Hundegruppen schmeißen
    • Keine Hundehalter beschimpfen, die ihren Hund nicht zum eigenen Hund lassen wollen

 

Wir alle profitieren davon!

Wir als Hundehalter sollten uns gegenseitig unterstützen und aufeinander Rücksicht nehmen.

Wir haben alle etwas davon!

Durch mehr Rücksicht haben wir alle entspanntere Hunde – dadurch wird weniger gebellt und wir Halter fallen weniger unangenehm auf. Stattdessen kann man sich doch zulächeln, nicken und weiter gehen.

Ohne die ganze Hundekacke gäbe es gerade hier in Berlin darüber hinaus sicher deutlich weniger Menschen, die auf Hunde schimpfen würden – einfach kurz wegmachen und gut ist. (Wenn ich mal richtig gut drauf bin, beherzige ich sogar die 1+1 Regel: Der Haufen meines Hundes wird zusammen mit einem Fremdhaufen eingetütet. So wird man ohne Aufwand auch den Kotmassen der Rücksichtslosen Herr.)

Es gibt genug Menschen da draußen, die Hunde für überflüssig halten oder sie sogar ganz ablehnen. Da brauchen wir doch nicht noch Streitigkeiten untereinander!

Helfen wir uns gegenseitig und nehmen wir Rücksicht auf unser Umfeld!

 

Danke sagen

Leider komme ich oft nicht dazu, mich wirklich bei den Menschen zu bedanken, die auf mich Rücksicht nehmen. Manchmal schaffe ich ein Lächeln und ein Nicken, manchmal bin ich aber auch einfach in die Arbeit mit meinem Hund versunken und kriege das Danke sagen nicht hin.

Daher möchte ich an dieser Stelle all den Menschen danken, die:

  • ihr Hunde zügig an uns vorbei führen, während ich mit Meeko übe
    • kurz anhalten, während ich Kot einsammele, damit ich nicht überfallen werde
  • ihren Hund im Treppenhaus auf den Arm oder ins Fuß nehmen
    • ihren Hund zurückrufen, wenn ich beginne auszuweichen
  • fragen, bevor sie meinen Hund im Bus streicheln
    • mich fragen, warum ich immer ausweiche und mir dann auch wirklich zuhören – Danke für Interesse und Verständnis!
  • sich entschuldigen, wenn ihr Hund über die Straße zu uns gelaufen kommt
    • nett lächeln, während wir beide mit unseren Hunden das entspannte vorbeigehen üben
  • den Jungspund, der noch nicht zuverlässig hört, an die Leine nehmen, nachdem ich erklärt habe, dass mein Hund nicht spielen möchte

DANKE, dass es tolle Menschen wie euch gibt! DANKE, dass ihr die Überzahl bildet.

 


Wofür möchtest du Danke sagen? Und wo würdest du dir mehr Rücksichtnahme wünschen? 

Schreib es in die Kommentare!


 

Dir hat mein Betrag gefallen? Dann ab auf meine Email-Liste: 🙂

[mc4wp_form id=”646″]

 

Alte Hunde

Nicht vom alten Eisen – ein Plädoyer für die Aufnahme eines älteren Hundes

Alte Hunde sind einfach klasse!

Aber wenn es um die Anschaffung eines Hundes geht, denken die meisten Menschen daran einen Welpen aufzunehmen. Dabei gibt es so viele ältere Hunde, die aus den unterschiedlichsten Gründen ein neues Zuhause suchen.

Und für viele Menschen ist ein erwachsener Hund viel passender als ein Welpe!

Für uns war es das in jedem Fall als wir Chris im Alter von sieben Jahren zu uns genommen haben.

Es gibt einige gute Gründe einen Hundesenior oder erwachsenen Hund aufzunehmen! 🙂

“Alte Hunde haben immer einen Schlag weg!”

Räumen wir ganz zu Anfang mal mit dem Argument auf, das ich häufig höre: Alte Hunde seien ja nie umsonst abgegeben worden, hätten vermutlich irgendwelche schlimmen Macken und das würde  man eh nicht mehr rauskriegen.

Natürlich gibt es Hunde, die schlimme Dinge erlebt haben und deshalb traumatisiert sind. Es gibt Hunde, die aggressiv gegenüber Artgenossen oder Menschen sind. Das sind dann mit Sicherheit Hunde, die nicht in jeden Haushalt passen und deren Anschaffung gut überlegt sein will – das letzte, was diese Hunde brauchen ist mehr Unsicherheit in ihrem Leben!

Es gibt allerdings genug ältere Hunde, die ein ganz normales Hundeleben geführt haben – mit Ecken und Kanten – und wegen der Lebensumstände des Halters abgegeben werden. Mal ist es ein Jobwechsel, mal die Geburt eines ungeplanten Kindes, mal die eigene Gesundheit: Die Gründe einen Hund abzugeben sind so vielfältig wie wir Menschen!

Damit kommen wir auch schon zu einem großen Vorteil eines älteren Hundes:

Wir wissen, wie sie sind!

Die Umstände, die zur Abgebe geführt haben, der Charakter des Hundes, die Intelligenz – all das können wir herausfinden!

Wir müssen darum kein Überraschungspaket aufnehmen (auch wenn jeder Hund das bis zu einem gewissen Grad ist).

Mal ein Beispiel dafür:
Labrador Benno ist ein ruhigerer Vertreter, acht Jahre alt, kommt gut mit Kindern aus, ist verträglich, kann aber leider gar nicht alleine bleiben – daher wurde er abgegeben! Du suchst einen Hund, hast eine Familie und arbeitest von zuhause aus… Für Unternehmungen ohne Hund springt deine Schwester ein, die nebenan wohnt? Super, dann ist es für dich der perfekte Hund! Für den Vorbesitzer passte es aber nicht mehr, weil er sich den Hundesitter nicht mehr leisten konnte und er jeden Tag zehn Stunden außer Haus war!

Wollen wir einen älteren Hund aufnehmen, können wir gezielt den Hund aussuchen, der zu uns passt – mit all seinen Stärken und Schwächen!

 

Pubertät? Schon längst vorbei!

Nach jeder Welpenzeit kommt auch die Pubertät… die meisten Hundebesitzer erinnern sich mit Grauen 😀 Der Jagdtrieb wird entdeckt, der Geschlechtstrieb sowieso – das Gehirn ist von einem auf den anderen Tag auf Null zurück gesetzt. Da hilft nur abwarten, konsequent, liebevoll und verständnisvoll sein und sich freuen, wenn es dann irgendwann vorbei ist.

Die gute Nachricht: Ältere Hunde haben das schon hinter sich! Yippieeeeh! 🙂

 

Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Junge Hunde sind toll – sie sind energetisch, haben viel Unsinn im Kopf und sind allzeit zu Schandtaten bereit. Das ist klasse!

Aber genauso toll ist es, einen Hund zu haben, der schon etwas ruhiger geworden ist. Und macht euch nichts vor: Alte Hunde sind deshalb nicht unbedingt Schlaftabletten (okay, die gibt es auch – aber auch viele “alte Hüpfer”! 🙂

Und vielleicht wäre eine “Schlaftablette” genau das richtige für dich, weil du zwar gerne tierische Begleitung hättest, aber ausgedehnte Spaziergänge nicht mehr drin sind! Auch hier findet sich bestimmt ein toller Begleiter, der sich auf Kuschelstunden auf der Couch, spannende Leckerlisuchen und gemütliche Spaziergänge freut.

Viele ältere Hunde sind schon ohne Übung besser darin, auch ohne den Mensch zufrieden zu sein. Sie können daher oftmals schneller und besser alleine bleiben als junge Hunde.

 

Hunde lernen in jedem Alter!

Hunde durchlaufen bestimmte Prägungs- und Lernphasen, in denen sie besonders schnell lernen. Diese Phasen sind bei einem älteren Hund natürlich schon vorbei! Das kann allerdings auch eine gute Sache sein: Es ist deutlich schwerer einen gefestigten, erwachsenen Hund durch falsche Erziehung zu schädigen als es bei einem Welpen oder Junghund der Fall ist!
Für die meisten Dinge gilt aber dennoch: Auch ältere Hunde lernen prima neue Dinge! Egal ob es die Leinenführigkeit, Grundkommandos oder Tricks und Apportierspiele sind – alle Fertigkeiten für ein normales Hundeleben können auch im Alter noch gut erlernt werden!

 

Der liebe Tierarzt

Ich will es nicht verschweigen: Je älter ein Tier wird, desto wahrscheinlicher wird ein Tierarztbesuch. Das kann von allgemeinen Alterserscheinungen bis zu Tumoren und anderen Erkrankungen reichen.
Es macht daher Sinn – ebenso wie bei einem jungen Hund – ein Konto anzulegen, auf das monatlich ein paar Euro eingezahlt werden, um bei Bedarf den Tierarzt zahlen zu können. In manchen Fällen kann auch eine Krankenversicherung sinnvoll sein – hier muss aber sehr gut auf die tatsächlich abgedeckten Leistungen geschaut werden! Es kann gut sein, dass man lange einzahlt und dann im Ernstfall keinen Euro sieht, weil die Behandlung der Krankheit nicht von der Kasse bezahlt wird!

 

Die Zeit auf der Erde ist kurz…

Ein Hundeleben ist leider nicht lang: Je nach Größe bleiben sie in der Regel zwischen acht und vierzehn Jahre bei uns. Nehmen wir einen älteren Hund auf, wissen wir um seine kürzere Zeit bei uns. Er wird uns in der Regel nicht so lang begleiten wie ein Hund, der als Welpe bei uns einzieht.

Für manche Menschen ist das nichts!

Ich persönlich bin mir darüber bewusst, dass ich meine Hunde überleben werde – der Zeitpunkt wird irgendwann kommen! Es grault mir davor und mir schießen die Tränen in die Augen, wenn ich es mir vorstelle.
Und trotzdem habe ich einen älteren Hund aufgenommen, der sein halbes Leben schon gelebt hat.
Warum? Weil der Gedanke, ihm genau diese andere Hälfte noch verschönern zu können so viel mehr wiegt als der (egoistische) Gedanke daran, ihn möglichst lange bei mir zu halten.

Und weil der zweite Frühling wundervoll zu beobachten ist!

 

Der zweite Frühling – das tollste am alten Hund!

Es ist toll zu sehen, wie ein Hund erwachsen wird und das erste Mal richtig aufblüht! Wenn wir einen älteren Hund aufnehmen, können wir ganz oft etwas ähnliches beobachten: Sie entdecken ganz neue Dinge und entwickeln nochmal neue Lebensfreude! Oft haben sie aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr zu ihren vorigen Besitzern gepasst und sich ein Stück in sich zurückgezogen. Dann kommt die neue Umgebung und sie schauen erstmal ganz genau, wie der Hase läuft.

Wenn sie dann anfangen loszulassen, sich fallen zu lassen und nach und nach immer lebendiger werden – das ist ein unbezahlbares Gefühl! 🙂

Den Anblick von Chris, wie er sich das erste Mal in etwas Ekligem gewälzt hat, wie er das erste Mal Bocksprünge gemacht hat… Die Erinnerungen werden uns immer begleiten!

 

Fazit

Es gibt ältere Hunde, die wegen Verhaltensauffälligkeiten und schwerwiegenden Problemen abgegeben werden und die nur für ganz bestimmte Menschen geeignet sind!

Es gibt allerdings einige Gründe, die für die Aufnahme eines gut ausgesuchten erwachsenen Hundes sprechen:

Ältere Hunde sind in der Regel schon stubenrein, ihr Charakter ist gefestigt, wir wissen um Probleme beim Alleinebleiben oder mit Artgenossen oder Menschen. Wir können so genau den Hund auswählen, der zu uns passt! Und dann ist einfach nur schön zu beobachten, wie sie anschließend aufblühen und die Welt neu entdecken! 🙂


Habt ihr auch schon mal einen erwachsenen Hund aufgenommen? Oder habt ihr es vielleicht in Zukunft vor?
Ich freue mich von euren Geschichten zu hören! 🙂


 

Zeit ohne Hund im Louvre

Zeit ohne Hund – Aber unbedingt!

Während ich an diesem Artikel arbeite, sitze ich in einem Flugzeug. Nach Paris. Ganz ohne Hund und ganz ohne Schuldgefühle.
Und diese Zeiten sind mir so wichtig, dass ich bereit bin, viel Organisation und auch Geld zu investieren, um mal alleine unterwegs zu sein.

Du kannst dich gar nicht daran erinnern, wann du das letzte Mal etwas ohne deinen Hund unternommen hast? Oder du bekommst immer ein schlechtes Gewissen, wenn du ihn zurück lässt und einfach mal etwas tust, was dir gefällt?

Dann ist dieser Artikel für dich! 🙂

Ich bin der festen Überzeugung, dass es für jeden Menschen wichtig ist, etwas alleine zu unternehmen. Ohne den Ehepartner, die Kinder und auch ohne den eigenen Hund.

Und ich gehe noch weiter: Ich glaube, dass es auch für deinen Hund gut ist!

Das hat aber natürlich eine Einschränkung: Dies ist KEIN Aufruf, deinen Hund einfach alleine zuhause sitzen zu lassen, wenn es ihm dabei schlecht geht. Es ist auch keine Entschuldigung, den Hund jeden Tag über viele Stunden alleine zu lassen ohne sich Gedanken über Alternativen zu machen.

 

Die richtigen Voraussetzungen schaffen

Um dir eine Auszeit zu nehmen, muss gewährleistet sein, dass es deinem Hund während dieser Zeit gut geht!

Für einen Bummel in der Stadt, einen Ausflug ins Planetarium oder einen Konzertbesuch kann dein Hund natürlich einfach alleine zuhause bleiben – wenn er das kann und nicht zu viel Stress dabei hat. (Kleiner Tipp: Mit der “Babyphone-App” für Hunde kannst du das ganz leicht überprüfen!)

Wenn er das nicht kann oder du länger weg möchtest (so wie ich es alle paar Monate möchte): Such dir einen guten Hundesitter, dem du vertrauen kannst und bei dem dein Hund gut aufgehoben ist.

Das kann natürlich auch ein Freund, Verwandter oder ein professioneller Sitter sein.

Bei uns ist es beispielsweise so, dass ich ein bis zwei mal im Jahr alleine oder mit einer Freundin für ein langes Wochenende irgendwo hin fahre. In dieser Zeit passt dann mein Freund auf die Hunde auf. Wenn Arbeitstage mit in die Zeit fallen, ist Meeko während des Tages in unserer Hundetagesstätte und Chris ist Bürohund. Damit mein Freund nicht rund um die Uhr beide Hunde bei sich hat. Das macht das ganze etwas entspannter 🙂

 

Ich-Zeiten im Alltag

Für jeden Menschen (ja, auch für dich!) ist Zeit, die man nur für sich selbst nutzt, super wichtig! Ich nenne es inzwischen Ich-Zeit oder Alleine-Zeit. Alleine-Zeit ist dabei natürlich nicht immer zutreffend, manche Ich-Zeit möchte ich auch teilen.
Ich brauche jeden Tag ein bisschen Ich-Zeit.

Zeit ohne Hund beim Yoga

Das morgendliche Yoga-Ritual

Nach dem Aufstehen schließe ich zum Beispiel die Schlafzimmertür hinter mir, Hunde und Freund bleiben noch liegen. Dann ziehe ich mir meine Sportklamotten an, gehe ins Wohnzimmer, rolle meine Matte aus und mache 20-30 Minuten Yoga. Dann wasche ich mich, ziehe mich an (währenddessen höre ich ein Hörbuch – im Moment eine Biografie von Steve Jobs). Erst danach hole ich die Hunde dazu, nehme einen mit zur Arbeit, gehe spazieren oder bringe ihn zur Kita oder zum Sitter. Dabei wiederum höre ich dann auch kein Hörbuch, keine Musik, das ist dann Hunde-Zeit. Ganz bewusst.

Nimm dir bewusste Zeit für dich und genauso bewusste Zeit für deinen Hund!

Vielleicht wolltest du schon länger mal wieder abends einen Sportkurs besuchen? Do it! Du gehst gerne ins Kino? Und los! Du möchtest gerne deinen Bootsführerschein machen (so wie ich dieses Jahr, wuhu!!)? Auf, auf!

Es ist ganz wichtig, dass du über dein Dasein als Hundebesitzer nicht vergisst, dass du auch eigene Wünsche und Bedürfnisse hast. Es ist toll, die meisten davon, mit dem eigenen Hund zu teilen. Und das mache ich genauso.

Aber es gibt eben auch Zeiten, in denen du einfach mal alleine sein musst. Nur für dich und mit deinen Gedanken.

 

Deine Träume verwirklichen

Und dann gibt es da auch noch größere Wünsche: Reisen zum Beispiel. Oder den Traumjob, bei dem kein Hund erlaubt ist. Ja, manchmal müssen wir dann Prioritäten setzen als Hundehalter. Manchmal steckt ein anderer Lebensbereich zu Gunsten unseres Vierbeiners zurück – und es macht uns auch nicht viel aus, denn wir lieben ja schließlich unsere Fellkugeln!

Aber ein paar Träume wollen trotzdem verwirklicht werden.

Zeit ohne Hunde in Paris

Paris – ganz ohne Hund 🙂

Meine Wochenendtrips in europäische Großstädte zum Beispiel. Oder die Fahrstunden für den Bootsführerschein (oder für den Motorrad-Führerschein). Oder die Reise nach Amerika.

Stellt dir die Frage: Wie wichtig ist es für mich? Und: Lässt sich eine Lösung für meinen Hund finden, während ich nicht da bin? Ist das Erlebnis ohne meinen Hund ein völlig anderes als mit meinem Hund?

Eine Städtereise mit Hund verläuft bei uns zum Beispiel ganz anders als ohne. Da müssen mehr Pausen her, Museen fallen raus, je nach Land kann man auch nicht mit Hund essen gehen…
Diesen Kompromiss möchte ich, wenn möglich, nicht immer eingehen!

 

Deinem Hund eine Auszeit geben

Auch für deinen Hund kann es eine gute Erfahrung sein, mal in einem anderen Umfeld zu bleiben.
Manchmal neigen Mensch-Hund-Teams dazu, sich gegenseitig “aufzuschaukeln”, sodass ein bisschen Abstand einen frischen Start für beide Parteien ermöglicht.

Bei mir und Meeko ist das zum Beispiel so. Ich brauche viel Geduld, liebevolle Konsequenz und Ruhe, damit zwischen Meeko und mir alles klappt. Seitdem ich Menschen habe, denen ich vertraue und die mir Meeko hin und wieder abnehmen, hat sich unsere Beziehung zueinander deutlich entspannt. 🙂
Weil ich nicht jeden Tag rund um die Uhr nach ihm schauen muss und Rücksicht nehmen muss.
Und auch Meeko fokussiert sich nicht so auf mich. Er kann sich ganz frisch wieder auf mich einstellen.

Und auch sonst kann Fremdbetreuung oder Alleinesein eine super Sache sein!

In der Hundekita gibt es zum Beispiel den tollsten Hundekontakt, den wir unseren Hunden oft  so nicht bieten können: Eine (einigermaßen) feste Gruppe bekannter Hunde, die den ganzen Tag zusammen verbringen. Gut gemanaged ist das eine tolle Erfahrung für viele Hunde!

Bei den Schwiegereltern fällt doch immer mal ein Knochen mehr zum Kauen ab als zuhause. Und bei anderen Freunden liegt der tolle Schnuffelteppich, mit dem die Leckerchensuche umso mehr Spaß macht!

Und wenn dein Hund gut alleine bleibt, genießt er vielleicht auch einfach die Zeit, in der er mal etwas mach kann, was er sonst nicht darf: Auf dem Sofa kuscheln und schlafen zum Beispiel. Oder sich auf Frauchens Kopfkissen einrollen! 🙂

 

Fazit

In deinem Alltag sollte es Zeiten geben, die nur für dich sind! In denen du kein Auge auf deinen Hund haben musst und er dich nicht anstupsen kommt.

Gleichzeitig sind wir es unseren Gefährten schuldig,  ihnen diese Zeit ebenfalls angenehm zu gestalten. Kann der Hund nicht alleine bleiben und es findet sich einfach kein Sitter (das ist mir natürlich auch schon öfter passiert), dann haben wir als verantwortungsbewusste Hundehalter eben in dem Moment einfach Pech gehabt! Da gilt es für die nächste Gelegenheit zu planen, Sitter zu organisieren oder den geplanten Urlaub doch mit Hund zu erleben und sich nur kleine Auszeiten zu nehmen.

Scheue dich nicht vor der Organisation, die du vielleicht betreiben musst, denn sei dir sicher: Zeit für dich ist gut für dich UND deinen Hund! 🙂

Also wünsche ich dir: Viel Spaß beim Yoga, Reisen, Motorradführerschein-Machen, Spiele-Conventions besuchen oder im Kino!

Und deinem Hund: Viel Spaß bei der netten Dame mit Garten, die immer ein Stück Wurst bereit hält, in der gut geführten Hunepension mit vielen Artgenossen oder einfach zuhause alleine auf dem Sofa, auf das man alleine ENDLICH auch klettern darf!


Was sind Dinge, die du gerne ohne Hund unternimmst? Wie oft brauchst du ein bisschen Ich-Zeit?


 

Spaziergang querpfoten

Hinter den Kulissen – ein unperfekter Sonntagsspaziergang

Heute habe ich dir etwas besonderes mitgebracht: Meinen Sonntagsspaziergang! 🙂

Ich habe mal die Kamera rausgekramt und uns bei unserer Spaziergeh-Routine gefilmt 😉 Dabei wirst du sicher feststellen, dass auch bei mir nicht immer alles perfekt läuft, eher im Gegenteil!

Und das ist völlig in Ordnung so! 🙂

Und ich sage dir noch etwas:
Als ich mich heute morgen dazu entschlossen habe, ein Video zu drehen, dachte ich “Super, dann zeige ich mal, wie gut das hier klappt”… Jaaa, das hat nicht ganz so gut funktioniert 😉

Und das hat mich für einen Moment ein paar Nerven gekostet. Schließlich zeigt niemand gerne, wie er beinahe umfällt, weil ihn die Hunde nach dem Aussteigen aus dem Auto fast umreißen.

Oder wie man damit kämpft, dass der ekelhafte Kackhaufen im Wald bitte NICHT gefressen wird… und die dumme Hundenuss es trotzdem immer wieder versucht, weil der soooo lecker riecht… :-O

Da Perfektion im Auge des Betrachters liegt, wird sie je nach Betrachter nie perfekt sein. – Ilja Pohl

Vom unperfekten Geschehen abgesehen, ist auch die Form des Videos unperfekt. 🙂 Ich habe mich sehr spontan für ein Video entschlossen und bin daher beim fünften Versuch das Video korrekt zu entwickeln immer noch nicht richtig zufrieden und die Funktionen des Video-Programmes durchschaue ich auch noch nicht 😀

Aber: Ich mache das jetzt einfach! 🙂

Viel Spaß bei meinem Chaos-Sonntags-Spaziergang-Video! 🙂